22.08.2026 - 08:30 Uhr | News | Quelle: dpa
Stolz und Trotz nach Niederlage bei Unions Fußballerinnen

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©IMAGO
Das Ergebnis tut weh. Doch die Leistung macht auch Mut. Nach dem 1:4 gegen den FC Bayern unternehmen die Fußballerinnen von Union Berlin einen Erklärungsversuch. Und sie setzen sich klare Ziele.

Das größte Lob für Union Berlins mutige Fußballerinnen kam vom Münchner Meistercoach. «Sie wissen, wo sie hinwollen. Es ist eine Frage der Zeit», sagte José Barcala auf die Frage, ob der Hauptstadt-Club in der Bundesliga eines Tages zu einem echten Titelrivalen werden könne.

Die freundliche Aussage des Bayern-Trainers nahm dessen Berliner Kollegin Marie-Louise Eta mit einem etwas gequälten Lächeln auf. Die 35-Jährige hätte bei ihrem Debüt als Chefcoach des Teams der Eisernen lieber ein gutes Resultat gehabt als ein Versprechen für die Zukunft.

Bayern nicht drei Tore besser

Das 1:4 gegen die Münchnerinnen war schmerzhaft, denn es offenbarte auf zu deutliche Weise, wo noch die Defizite des aufstrebenden Clubs aus Köpenick liegen. Drei Tore besser waren die Bayern nämlich nicht.

Sie habe eine «junge Mannschaft, die entwicklungsfähig ist», konstatierte Eta. «Dass noch nicht alles 100 Prozent klappt, ist auch klar. Wir bleiben positiv und nehmen viele gute Dinge mit», sagte sie mit einer hörbaren Portion Trotz.

Es war einer dieser typischen Fußball-Abende, nach denen der unterlegene Außenseiter grübelte, wie eine Überraschung vielleicht doch möglich gewesen wäre. Mehr Konzentration bei den Standardsituationen, die Gegentore brachten. Mehr Mut und Effizienz bei den eigenen Chancen. Das war augenscheinlich.

Torschützin Nele Bauereisen sprach von vielen positiven Dingen und Potenzial. «Bayern ist nicht der Maßstab, den wir haben. Unser Maßstab wird sich die nächsten Spiele zeigen», sagte sie. Ganz sicher könne man im «oberen Drittel mitspielen». An Spieltag zwei geht es zum SC Freiburg. «Ziel wird sein, nächste Woche die drei Punkte zu holen», machte Samantha Steuerwald deutlich.

Saisonziele im Blick haben

Die Abwehrspielerin machte auch die Vorgabe noch mal klar: weiter wachsen, weiter reifen. «Man hat in den 90 Minuten gesehen, was werden kann. Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen, aber die Saison ist noch lang und wir werden da hinkommen, wo wir sein wollen», versprach sie. Es ist auch dafür, wie von Barcala prognostiziert, eine Frage der Zeit.

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