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06.07.2011 - 22:58 Uhr | News | Quelle: dpa
Schweden schafft die Sensation: 2:1 gegen USA

©picture-alliance
Für US-Trainerin Pia Sundhage war es «ein schweres Spiel». «Wir hätten einfach noch ein Tor machen müssen. Die Konter der Schwedinnen waren sehr gut», gab die Schwedin Sundhage zu. Ihr Landsmann Thomas Dennerby atmete nach packenden 90 Minuten erleichtert auf. «Es war sehr hart für uns. Jetzt sind wir müde», sagte der Coach der Schwedinnen.
Die am Nachmittag in Wolfsburg angekommene deutsche Mannschaft schaute sich im Stadion des Bundesligisten VfL den möglichen Halbfinal-Gegner an und staunte. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit der sich die Spielerinnen zuvor getroffen hatten, sahen Silvia Neid und Co. eine flotte Partie, in der Schweden die konsequentere Mannschaft war.
Die beiden bereits vor der Partie für die nächste Runde qualifizierten Teams spielten munter drauflos und boten eine abwechslungsreiche Partie, die zu den bisher besten der WM gehörte. Offensive war Trumpf, Torchancen gab es auf beiden Seiten einige.
Treffsicherer waren die Schwedinnen, auch wenn Lotta Schelin (7.) gleich in der Anfangsphase die allerbeste Chance des gesamten Spiels vergab und allein vor dem Tor an US-Torfrau Hope Solo scheiterte. Nervenstärker war Lisa Dahlkvist, die den Strafstoß unhaltbar in die Maschen setzte, nachdem Amy LePeilbet gegen Schelin gefoult hatte.
Geschockt wirkten die US-Frauen spätestens, als Nilla Fischers Freistoß von der unglücklichen LePeilbet ins eigene Tor abgefälscht wurde. Dabei hatten sie kurz zuvor durch Amy Rodriguez' Heber auf die Latte ihre beste Chance vergeben.
Eine lange Zeit enttäuschende Partie erlebte Wambach. Die bisher glücklose Torjägerin war sehr bemüht, immer anspielbar und spielte ein paar kluge Pässe. Doch vor dem Tor wirkte sie glücklos, bis ihr doch der Anschlusstreffer gelang. Von ihrer Schulter sprang der Ball bei einem Kopfballversuch ins Netz.
Die Schwedinnen spielten zwar ohne die gesperrte Caroline Seger, agierten aber eine Stunde lang druckvoller. Sie attackierten das US-Team früh und zwangen den Favoriten immer wieder zu Fehlern. Mit ihren flotten Angriffen brachten die Skandinavierinnen den Gegner wiederholt in Bedrängnis. Der Spielaufbau klappte beim zweimaligen Weltmeister nur selten, doch kämpfte das Team bis zum Ende verbissen um den Ausgleich.
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