21.02.2021 - 14:51 Uhr | News | Quelle: dpa
Auslandserfahrungen wichtig: Fußball-Frauen basteln an Prinzipien

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©FC Bayern
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft setzen mit Blick auf die EM 2022 auch auf die Erfahrung der vielen mittlerweile im Ausland kickenden Spielerinnen. Davon profitiert das Team schon jetzt - und will dies beim ersten Spiel der DFB-Auswahl im neuen Länderspieljahr gegen Belgien in Aachen (18.00 Uhr/Eurosport) auch unter Beweis stellen. «Das Reden über Trainingsschwerpunkte bringt uns schon neue Erkenntnisse», sagt Voss-Tecklenburg.

Die unterschiedlichen Einflüsse sind wichtig, sollen aber nicht im Vordergrund ihrer Arbeit stehen, sagt die Bundestrainerin. «Wir können die Erfahrungen zusammenbringen und unsere eigene Spielidee damit weiterentwickeln. Natürlich haben wir bei uns in Deutschland, auch in den Clubs, eine bestimmte DNA, genauso wie es die in Frankreich oder England gibt. Aber das ist sicher noch spezieller bei den einzelnen Vereinen ausgeprägt», sagt Voss-Tecklenburg.

Man habe seine eigenen Prinzipien, die durch Nuancen dann ergänzt würden, berichtet die Bundestrainerin. Sie spricht bewusst von Prinzipien, nicht mehr von Spielsystemen. «Wir sind davon weggekommen, in starren Systemen zu denken. Wenn die Prinzipien verstanden und verinnerlicht sind, kann man in jedem System agieren», erklärt Voss-Tecklenburg.

Die Spielerinnen haben das verstanden und versuchen sich dementsprechend einzubringen. Sara Däbritz beispielsweise, die beim französischen Spitzenclub Paris Saint-Germain spielt, ist sich sicher, dass sich ihr Wechsel vom FC Bayern München vor anderthalb Jahren auch positiv auf die Nationalmannschaft auswirkt. Und das trotz eines zwischenzeitlichen langen Ausfalls wegen eines Kreuzbandrisses. «Gerade im athletischen Bereich habe ich mich entwickelt und ich kann sagen, dass ich stärker nach der Verletzung zurückgekommen bin. Aber auch fußballerische Dinge laufen in Paris etwas anders, was mich generell konstanter und erfahrener gemacht hat und das ich in die Nationalmannschaft einbringen kann», berichtet die 26-Jährige, die gegen Belgien ihr 73. Länderspiel bestreiten könnte.

Davon profitieren können vor allem die jungen Spielerinnen. «Die Vorfreude bei allen ist groß, dass es nun endlich losgeht. Wir wollen Freude und Spaß haben und den Turniersieg. Wir sind gut gewappnet», verspricht Däbritz.

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