19.04.2015 - 16:22 Uhr | News | Quelle: dpa
7:0! Frankfurt spielt Bröndby schwindelig

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©SC 07 Bad Neuenahr
Der 1.FFC Frankfurt kann die Berlin-Tickets für das Champions-League-Endspiel schon buchen. Das deutsche Traumfinale gegen den VfL Wolfsburg ist nach der ersten Europa-Pleite des Titelverteidigers aber in weite Ferne gerückt. Der deutsche Meister verlor am Samstag vor heimischer Kulisse das Halbfinal-Hinspiel gegen Paris St. Germain mit 0:2 (0:1) und muss am kommenden Sonntag auf ein Fußball-Wunder hoffen.

Ganz anders die Frankfurterinnen, die am Sonntag mit einem klaren 7:0 (4:0) gegen Bröndby IF Kurs auf das Finale am 14.Mai in Berlin nahmen. Celia Sasic (Foto) brachte den dreimaligen Europacup-Champion in der neunten Minute per Foulelfmeter in Führung und stockte ihr Saison-Konto in der Königsklasse mit drei weiteren Treffern (31./61./68.) auf zehn Tore auf. Für den FFC trafen zudem Rikke Sevecke (27.) mit einem Eigentor, Dzsenifer Marozsan (41.), und Simone Laudehr (46.).

DFB-Boss Wolfgang Niersbach freute sich auf der Tribüne mit den 3120 Zuschauern über das Schützenfest. «Wir haben schon 10.000 Karten für das Finale verkauft. Ich bin sicher, wenn sich eine oder gar zwei deutsche Mannschaften qualifizieren, wird die Bude mit 20.000 voll», frohlockte er mit Blick auf das Endspiel im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark.

Die Chancen auf das erste deutsche Endspiel sind allerdings durch die Wolfsburger Schlappe auf ein Minimum gesunken. «Sieben bis acht Spielerinnen sind unter ihren Möglichkeiten geblieben. Da hat man gegen eine Klassemannschaft wie Paris keine Chance», stellte VfL-Trainer Ralf Kellermann nach der ersten Niederlage der Wolfsburgerinnen im 25.Champions-League-Spiel ernüchtert fest. Sabrina Delannoy (12./Foulelfmeter) und Shirley Cruz Traña (26.) erzielten vor 3423 Fans die Tore für Paris.

Wie sehr die Pleite Kellermann an die Nerven ging, verdeutlichte die Szene in der 82.Minute. Da wurde der Welttrainer des Jahres wegen Meckerns auf die Tribüne verbannt. In der Schlussphase sah Paris-Spielerin Kheira Hamraoui (87.) wegen einer Tätlichkeit Rot und fehlt im Rückspiel. Dort will sich Wolfsburg besser präsentieren. «Wir haben schon oft zurückgeschlagen, als wir wie Verlierer aussahen. Das können wir auch jetzt noch mal schaffen», sagte Stürmerin Martina Müller.

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